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Musik

CASSIUS – 1999

Ralf Picka 23. Juni 2019 27 5


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Als zwei der angesehensten Produzenten und Remixer der French Invasion hätten Phillipe Zdar und Hubert Blanc-Francard durchaus das Potential, tonnenweise gut abgehende Dance-Produktionen zu fabrizieren, wenn sie das wollten. Doch mit ihrem Debütalbum Cassius haben sie etwas völlig anderes fertig gebracht: Eine nahtlos produzierte, im Nachhinein ironisch gemeinte Hip-House-Platte, die so abseitig und verrückt ist, dass sie schon geradezu subversiv wirkt. Das geht auf dem ersten Track, „Cassius 1999“, schon mit sanften Gospel-Samples und einer 30er-Jahre-Bluestrompete los, kippt in eine grelle Latin-Electro-Super-Digitalorgie und schon wird klar, welche Richtung das ganze Ding einschlagen wird. Folglich finden wir fette Bassläufe in munterer Eintracht mit dem Acid-Wischwasch der alten Schule oder auch einen Hard-House-Shuffle, der sowohl mit schrägen Synthie-Arpeggios als auch mit Klangwogen à la Richard James durchzogen ist. Irgendwie verbraten Cassius alles. 1999 wird dem vorlauten Übermaß an erhaltenen Vorschusslorbeeren mehr als gerecht — eine faszinierende und überraschend geschlossene Präsentation zweier Visionäre. –Steve Lafreniere

Anspieltipp: Track 2, Track 16

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